The 15:17 to Paris, 2018 – ★★

Regie: Clint Eastwood
Das beeindruckende an dem Film ist, dass die Figuren zu einem großen Teil von den tatsächlichen Beteiligten des damaligen Ereignisses gespielt werden und keiner von ihnen dabei irgendwie amateurhaft wirkt. Stellenweise versucht Eastwood ein bisschen Patriotismus einzuschleusen. Aber das hält sich in Grenzen und man hat am Ende eine Gruppe von Menschen, die funktioniert haben als es darauf ankam.

Das ist auch mein Hauptkritik-Punkt: Der relevante Teil der Handlung ist in einer halben Stunde filmisch dargestellt und berührt auch emotional. Aber die ganze Vorgeschichte ist recht unnötig. Vor allem weil man nicht das Gefühl hat, dass sie irgendwie zu einer Conclusio kommt. Das ist keine "Seine Geschichte hat ihn geformt und deshalb hat er in der Situation die Entscheidungen getroffen, die er getroffen hat."-Story. Hätte man einen großen Teil davon gestrichen und wäre vielleicht ein bisschen mehr auf die anderen Geschichten der Beteiligten eingegangen, man hätte die Background-Story die im Film vorkommt ja als Extra auf die DVD oder Blu-ray packen können, oder wenn man ein Doku-Drama aus dem ganzen gemacht hätte, ich würde sicherlich eine bessere Bewertung vergeben. Was letztlich verbleibt ist ein sehr guter Kurzfilm, der nur leider Spielfilm-Länge hat.

Verfügbar bei Netflix

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