Dezemberluft in Wien

Deine Worte nehmen dem Winter
Die Größe:
Zwischen den Zeilen noch warme Gedanken,
Die nicht wie
Die Erde des Ackers gefrieren,
Ehe die Spuren des Pflugs
vom Schnee gefüllt werden.
Und
vielleicht ist da noch ein restlicher Hunger
nach Sommer,
Weshalb du, obwohl die Haut deiner Hände
Schnell rissig wird,
Solange noch ohne Handschuhe
Spazieren gegangen bist.
Und dein Atem, der mutig Miniaturen
Von Septemberwolken fertigt,
Aus der Dezemberluft in Wien,
Die nach deiner Stimme klingen,
Kleidet sich in die richtigen Worte:
Die mich bis ins neue Jahr warm halten,
wenn es wieder Frühling wird in Wien.

Kerim Mallée

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