Déjà-vu

Es ist lange her,
aber jetzt fühle ich mich wieder als wäre ich selbst.
Vertraut in meiner Haut.
Auch wenn ich mich in manchen Nächten,
Immer noch genervt von einer Seite auf die andere drehe,
Ähnelt der Abdruck in der Matratze nun mehr einem Menschen,
Als einem Schneeengel. 
Die gestrichelten Linien an den Umrissen meines Ichs
sind nun dichter.
Wenn auch nicht komplett durchgezogen,
Ich bin noch ohne Plan, aber mit Hoffnung,
Auf Gutes, das da kommt.
Das muss fürs Erste reichen.
Manchmal kriegen wir nicht heraus,
was wir sagen müssen, obwohl wir es wissen,
weil unsere Zunge in Schlafparalyse verfällt.
Weil, so bescheuert es klingt,
Gut Ding eben doch Weile braucht.
Nicht alle Lieder wollen gesungen werden.
Manche sind leise und verstecken sich im Detail.
Sie warten in der Luft zukünftiger Sommertage
und in den Poren deiner Haut.
Sie warten im Äther und
im Knistern alter Transistor-Radios.
Ein Flüstern irgendwo zwischen
dem Rauschen der kosmischen Hintergrundstrahlung.
Aber wenn du sie hörst, dann ist es immer wie ein Déjà-vu.

Kerim Mallée

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