Bad Days

Manche Tage sind nicht gut
Und es ist nicht deine Schuld,
Wenn du im Moment fürs erste
keine Hoffnung findest.
Zwischen den Sternen und den Supernovae,
Leuchten Glühwürmchen, deren Flügel
Unbemerkt verkokeln.
Heute warst du bereit,
Dir anzuhören, was die Welt von dir
Fordert und ihr alle Wünsche von
Den Lippen abzulesen.
Aber schäumende Tollwut hat ihre
Schrift verdeckt.
Jemand fragt,
Wie es dir geht.
“Gut.”,
Sagst du.
Aber was du eigentlich meinst, ist:
“Nimm mich mit an einen besseren Ort.”
Du verstehst, warum Menschen rauchen.
Stellst dir vor,
Wie etwas so beruhigend ist, dass
Sogar die Sorge um den Krebs dadurch
schwindet.
Heute ist kein Tag wie alle anderen,
Eher einer wie wenige bisher:
Nicht unbekannt, aber gewöhnt hast du
Dich an solche Tage immer noch nicht.
Ein Tag, schwieriger und schlimmer als andere,
Aber, dass die Erfahrung nicht komplett neu ist,
Ist ein Denkmal für deine Stärke und deinen Willen,
Nicht das Handtuch zu werfen.
Und mit dem Erinnern kommt die Ahnung,
Dass für alles Durchhalten und alles was irgendwie geklappt
Hat,
Die ganzen Szenarien im Raum standen,
Wie es hätte anders kommen können.
In so einer Situation ist es schwer,
Auf Fortuna und dich selbst zu vertrauen,
Aber genau dann hängst du mehr denn je von beiden ab
Und das Beunruhigende an diesem Gedanken ist,
Wie vage er sich anfühlt.

Kerim Mallée

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